Vorsicht, Zecken!

26. Juli 2010

zecke

In der warmen Jahreszeit erhöht sich wieder die Zeckengefahr. Zecken übertragen Borrelien und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). In durchschnittlich 5% der Fälle führt ein Zeckenbiss zu einer Infektion von Borreliose. In Risikogebieten für FMSE kommt es in rund 1% der Fälle zu einer FMSE-Übertragung.

Zecken halten sich überwiegend auf Gräsern und Strauchwerk, aber auch auf Bäumen auf. Daher kann die Gefahr eines Bisses verringert werden, wenn z.B. lange Hosen und Oberteile mit langen Ärmeln sowie geschlossenes Schuhwerk getragen wird. Eine sorgfältige Kontrolle des Körpers auf Zecken z.B. nach einem Waldspaziergang ist besonders wichtig. Bei Temperaturen zwischen 8 und 25 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 80% fühlen sich Zecken besonders wohl.

Kommt es zu einem Zeckenbiss, sollten Zecken so schnell wie möglich entfernt werden, um die Infektionsgefahr zu verringern. Verwenden Sie zum Entfernen der Zecken eine Zeckenzange oder Zeckenkarte. Dabei ist darauf zu achten, dass der Zeckenleib nicht gequetscht wird. Denn dadurch könnten Borrelien aus der Zecke in die Wunde gepresst werden. Fassen Sie das Tier möglichst nahe am Kopf und ziehen sie es heraus. Entfernen sie die Zecken nicht mit Klebstoff oder Öl, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass diese Vorgehensweise die Übertragung von Borrelien erleichtert oder beschleunigt. Ein noch in der Wunde verbliebener Rest des Bisswerkzeugs sollte evtl. von einem Arzt/einer Ärztin entfernt werden.

Zum Thema siehe auch: Arbeitsmedizinische Vorsorge: Reihenuntersuchungen bei Zeckenstichgefahr?