Woche der Verkehrssicherheit 2017

15. Juni 2017

© guvh

Unter dem Motto "Gib mir Acht" lief vom 12. bis 14. Juni 2017 die Kampagne zur Verkehrssicherheit. Der Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover und die Landesunfallkasse Niedersachsen warben zusammen mit der Landeshauptstadt Hannover (LHH), der Polizeidirektion Hannover, dem ADAC, der Verkehrswacht Hannover-Stadt e.V. für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Das Aktionsprogramm richtete sich an Schülerinnen und Schüler dritter und vierter Klassen aus Hannover.

 

Starke Partner der Kampagne "Gib mir Acht" v.l.n.r. Roland Tunsch, Geschäftsführer der Landesunfallkasse Niedersachsen und des Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes Hannover, Uwe Bodemann, Stadtbaurat der Landeshauptstadt Hannover, Volker Kluwe, Polizeipräsident der Stadt Hannover,
Birgit Blaich-Niehaus, Leiterin Abteilung Verkehr beim ADAC, Fritz Henze, Vorstandsvorsitzender der Verkehrswacht Hannover-Stadt e.V.

Zahlreiche Aktionen der Kooperationspartner standen an insgesamt drei Tagen auf dem Trammplatz vor dem Neuen Rathaus auf dem Programm.

Fahrradparcours des  ADAC und Verkehrsunterricht im Infozelt des GUVH/LUKN

Von Montag bis Mittwoch konnten rund 750 Kinder auf dem Trammplatz vor dem Neuen Rathaus das richtige Verhalten im Straßenverkehr üben. Der Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf dem Radfahren. Ein Simulator half beim Trainieren des richtigen Verhaltens auf zwei Rädern. Auch die Bedeutung des "toten Winkels" wurde theoretisch und praktisch thematisiert. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich in diesem Fall selbst ans Steuer eines stehenden Lkw setzen und im Spiegel sehen, was aufgrund des toten Winkels für den Fahrer nicht zu erkennen ist. Auf zwei Fahrradparcours konnten Geschicklichkeit und Koordinationsvermögen auf dem Fahrrad geübt werden. Zudem wurde mit der ADAC-Aktion "Achtung Auto" aufgezeigt, welche Gefahren es für Fußgängerinnen und -gänger gibt, wie lang Bremswege für Autos sind und was es heißt, Geschwindigkeiten einzuschätzen.

Fahrradhelme am Stand der Verkehrswacht Hannover Stadt e.V. und der Gefahrensimulator Fahrrad im Infozelt des GUVH und der LUKN

Besichtigungsmöglichkeit eines Einsatzwagens der PD Hannover und "Toter Winkel"


Die Verkehrssicherheitskampagne der Landeshauptstadt Hannover „Gib mir Acht" ist neben den Unfallanalysen und den daraus entwickelten baulichen Veränderungen an Gefahrenpunkten eine wirkungsvolle Maßnahme zur Reduzierung der Unfallzahlen im Stadtgebiet." Ich bin mir sicher, dass die Vielzahl von verschiedenen Maßnahmen (Aktionstage vor dem „Neuen Rathaus", Fahrradkontrollen, Verkehrssicherheitsspiel, Schulpräventionstage, Broschüren für Kinder, die über Gefahren und richtiges Verhalten im Straßenverkehr informieren) in den kommenden Jahren Früchte tragen wird", so Roland Tunsch, Geschäftsführer der Landesunfallkasse Niedersachsen und des Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes Hannover.

GUVH und LUKN empfehlen den Kindern erst nach Ablegen der Fahrradprüfung in der dritten Klasse allein mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren. Grundschüler sind sie im Straßenverkehr oft überfordert. Viele Verkehrsregeln sind ihnen nicht vertraut. Zudem fordert die Anstrengung, auf dem Sattel zu bleiben, ihre ganze Konzentration. Erst mit 14 Jahren sind Kinder rundum sichere Verkehrsteilnehmer.

Rad fahren lernen – Tipps für Eltern:

  • Lassen Sie Ihr Kind nicht zu früh mit dem Rad fahren. Vorschulkinder können ihr Gleichgewichtsgefühl und ihre Konzentration spielerisch mit Tretroller oder Laufrad trainieren.
    Diese Geräte sind einfach zu bedienen.
  • Hinterhöfe oder andere Plätze abseits des Straßenverkehrs eigen sich gut zum Üben.
  • Üben Sie das Rad fahren regelmäßig mit dem Kind.
  • Kinder, die schon auf dem Gehweg fahren, sollten für das Überqueren von Straßen wissen: Absteigen, nach links und rechts schauen.
    Kommt kein Auto, das Rad über die Straße schieben.
  • Fahren Sie mehrmals gemeinsam mit ihrem Kind die Strecke zur Schule ab. Machen Sie Ihren Sohn oder Ihre Tochter dabei auf Gefahren aufmerksam.
  • „Toter Winkel": Zeigen Sie Ihrem Kind, dass es sich an Kreuzungen immer hinter, niemals neben einem LKW oder Bus aufstellt.
    Bei Pkws ist es sicherer, sich so neben den wartenden Pkw zu stellen, dass der Fahrer den kleinen Radfahrer sehen kann.
    Zeigen Sie Ihrem Kind, dass es abwarten muss, bis das rechts abbiegende Fahrzeug ihm die Vorfahrt lässt.
  • Helm auf – gilt auch für die Erwachsenen!

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.hannover.de

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