GDA bewegt: Sechs Empfehlungen für mehr Gesundheitskompetenz im Betrieb

30. August 2017

Büro Team macht High-Five © fotolia – robert kneschke

Wie Unternehmen gute Rahmenbedingungen für Verhaltensänderungen schaffen

Wer kennt das nicht? Da wurde eine Hebehilfe angeschafft und sie wird nicht genutzt, der höhenverstellbare Schreibtisch wird nicht bewegt, der neue Arbeitsablauf nicht umgesetzt: Obwohl es in vielen Unternehmen Arbeitsmittel und Angebote gibt, die die Belastungen für das Muskel-Skelett-System senken, fällt es Vielen schwer, ihr Verhalten zu verändern. Im Ergebnis ist nach kurzer Zeit alles beim Alten: Vertraute Arbeitsroutinen werden beibehalten, neu Gelerntes nicht umgesetzt.

Wie nachhaltige Verhaltensänderungen gelingen

Hier setzt der Fahrplan "Gesundheitskompetenz in der Arbeitswelt" mit sechs zentralen Empfehlungen an (www.gdabewegt.de/Produkt des Monats): Anschaulich illustriert und eingängig formuliert vermitteln sie Fach- und Führungskräften die Kernbotschaften des dreistündigen Seminarmoduls "Gelebte Gesundheit am Arbeitsplatz – auf das WIE kommt es an", das sie darin unterstützen will,
das Gesundheitsverhalten der Beschäftigten zu verstehen,
aus diesem Verständnis heraus geeignete Maßnahmen zu ergreifen,
und Gesundheitskompetenz und Veränderungsbereitschaft insgesamt zu fördern.

Der Fahrplan bringt in Wort und Bild die Quintessenz des Seminars auf den Punkt. Er veranschaulicht allen Interessierten die wesentlichen Einstellungen und Haltungen, die gute Rahmenbedingungen für mehr Gesundheitskompetenz im Unterneh-men schaffen. Dazu ermuntern sie den Leser und die Leserin

  1. mit gutem Beispiel voranzugehen (Wege entstehen dadurch, dass man sie geht),
  2. ihren Beschäftigten zuzuhören (Miteinander reden ist gesund),
  3. Rückschläge einzukalkulieren und sich davon nicht entmutigen zu lassen (Aus Fehlern lernen),
  4. gesundheitskompetente Beschäftigte als Gewinn für das Unternehmen zu verstehen (Die eigene Gesundheit im Blick),
  5. die individuellen Gesundheitsentscheidungen der Beschäftigten zu akzeptieren (Jeder Mensch ist anders),
  6. das Ziel im Blick zu behalten (Dranbleiben lohnt sich).

 

Erst das Zusammenspiel von Unternehmern und Beschäftigten kann die Gesundheitskompetenz im Betrieb nachhaltig verbessern. Fach- und Führungskräften kommt dabei eine maßgebliche Rolle zu: Sie setzen Ziele, treffen Entscheidungen und gehen mit gutem Beispiel voran. Der Fahrplan soll ihnen als Erinnerungsstütze und Motivationshilfe dienen, ganz im Sinne der wichtigsten Seminarerkenntnis: Veränderungsprozesse brauchen Zeit und Menschen, die sich um sie kümmern.



_________

Die GDA ist ein strategisches Bündnis aus Bund, Ländern, Krankenkassen und Unfallversicherungsträgern. Mit dem Arbeitsprogramm Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) hat sie sich zur Aufgabe gemacht, arbeitsbedingte Gesundheitsgefährdungen in puncto MSE zu senken. Ziel ist es, über Aufklärung, Schulungen und Handreichungen die Arbeitsverhältnisse in den Betrieben gesundheitsgerechter zu gestalten und ein gesundes Arbeitsverhalten der Beschäftigten fördern.

Ansprechpartnerin für die Presse:

Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) – Arbeitsprogramm MSE
c/o Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)
Frauke Rothbarth, Marketingreferentin
Pappelallee 33/35/37, 22089 Hamburg
Telefon (040) 202 07 - 27 47, Telefax (040) 202 07 - 27 96
E-Mail: frauke.rothbarth@bgw-online.de