Morgens wird es früher hell. Mehr Kinder könnten jetzt zur Schule laufen.

12. März 2019

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Viele Kinder werden täglich mit dem Auto zur Schule gefahren – weil Eltern den Straßenverkehr für ihr Kind als zu gefährlich einschätzen oder weil die Schule praktischerweise auf ihrem Arbeitsweg liegt. Aber: Was gut gemeint ist, führt morgens an vielen Schulen zu einem Verkehrschaos und zu einem unnötigen Unfallrisiko für die Kinder. Und: Kinder verpassen wichtige Lebens- und Lerninhalte, die sie auf dem Weg so ganz nebenbei aufnehmen. Dazu zählen eine verbesserte Orientierung in der Nachbarschaft, wachsende Selbstverantwortung und richtiges Verhalten im Straßenverkehr. Und angesichts langer Stunden im Klassenzimmer ist ein bisschen Bewegung an der frischen Luft bestimmt kein Nachteil. „Kinder, die zu Fuß zur Schule gehen, bewegen sich insgesamt sicherer und haben in der 3. oder 4. Klasse auch Vorteile bei der Radfahrprüfung", ergänzt Roland Tunsch Geschäftsführer des Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes Hannover (GUVH) und der Landesunfallkasse Niedersachsen (LUKN). Er appelliert daher an die Eltern zu überlegen, ob ihr Kind den Schulweg auch zu Fuß bewältigen könnte – „dass es jetzt früher wieder hell wird, ist doch eigentlich ein guter Anlass", so Tunsch.

Über den GUVH und die LUKN sind rund 860.000 Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen gesetzlich und damit für die Eltern kostenlos unfallversichert.

Rund 30% aller Schulwegeunfälle sind dem Grundschulbereich der 6 bis 10 Jährigen zuzuordnen. Eine der Unfallursachen ist die fehlende Erfahrung der Kinder. Weitere Informationen rund um die gesetzliche Schüler-Unfallversicherung gibt es unter www.guvh.de