Gartenarbeit:
Hände vor Schnittverletzungen schützen

12. März 2019

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Die Hände sind unser wichtigstes Werkzeug und brauchen besonderen Schutz. Auch bei den Frühjahrsarbeiten im Garten. Hier schützen vor allen Schnittschutz- und Gartenhandschuhe die Hände vor Stich- und Schnittverletzungen, dem Auskühlen und Austrocknen. Darauf weist der Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover hin.
Schnittschutzhandschuhe kommen vor allem bei Rosen, Beerenbüschen und stacheligen Stauden zum Einsatz. Wer auch die Unterarme schützen will, entscheidet sich für Schnittschutzhandschuhe mit längerem Schaft.

Gartenhandschuhe sind unverzichtbare Alleskönner in Sachen Handschutz. Die unterschiedlichen Modelle haben eins gemeinsam: Sie schützen die Hände vor Dornen, Splitter, Kratzern und Schmutz, aber auch vor Kälte, Verätzungen, dem Eindringen von Viren oder Bakterien in die Haut und vor allergischen Reaktionen auf bestimmte Pflanzenstoffe oder Hölzer. Gleichzeitig behält man das bei Pflanzarbeiten wichtige Gefühl in den Fingern.

Für Pflasterarbeiten und andere grobe Tätigkeiten im Garten sind Gartenhandschuhe nicht geeignet, hier kommen gröbere Schutzhandschuhe für Handwerker zum Einsatz.

Eincremen!

Gartenarbeit stresst die Haut, die das mit trockenen, juckenden oder geröteten Stellen auch deutlich zeigt. Eine fettreiche Hautschutzcreme ist jetzt geboten. Sie unterstützt die Regeneration der Haut und sollte auch schon vor der Arbeit aufgetragen werden. Bei längeren Arbeiten ist erneutes Eincremen nach etwa zwei Stunden ratsam.

Gartenhelfer zur Unfallversicherung anmelden

Viele Arbeiten im Garten sind beschwerlich und allein oft nicht zu schaffen. Wer zur Unterstützung einen Helfer engagiert, muss ihn zur gesetzlichen Unfallversicherung anmelden. Die Versicherungspflicht beginnt mit dem ersten Handgriff. Etwa dann, wenn das Nachbarmädchen sonnabends beim Unkrautjäten hilft oder ein Bekannter zweimal im Jahr die Hecke schert. „Es gibt Gartenbesitzer, die die Versicherungspflicht nicht kennen", sagt Roland Tunsch, Geschäftsführer des Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes Hannover. Er weiß, dass es meist keine böse Absicht ist, wenn die Anmeldung unterbleibt. Aber egal ob Absicht oder Unwissenheit: Wer seinen Gartenhelfer nicht anmeldet, muss mit einem Bußgeld von bis zu 2.500,- Euro rechnen.

Private Arbeitgeber in weiten Teilen Niedersachsens wenden sich an den GUVH (www.guvh.de, Suchbegriff: Haushaltshilfe). „Wir sind, wenn man so will, die Berufsgenossenschaft für Hilfen in Haus und Garten", sagt Tunsch. Verdient die Hilfe insgesamt weniger als 450 Euro pro Monat, muss sie bei der Minijobzentrale (www.minijob-zentrale.de) angemeldet werden.