Woche der Verkehrssicherheit 2019

25. Juni 2019

© Foto: GUVH

Unter dem Motto "Gib mir Acht" lief vom 24. bis 26. Juni 2019 die Kampagne zur Verkehrssicherheit. Der Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover (GUVH) und die Landesunfallkasse Niedersachsen (LUKN) warben zusammen mit der Landeshauptstadt Hannover (LHH), der Polizeidirektion Hannover, dem ADAC und der Verkehrswacht Hannover-Stadt e.V. für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Das Aktionsprogramm richtete sich an Schülerinnen und Schüler der vierten und fünften Klassen.

 

 

 

 

Bild links: Dr. Bonk (GUVH/LUKN) erklärt Jonne Karlshaus, Klasse 4d der GS Buchholzer Kirchweg, den "Toten Winkel", Bild rechts: Starke Partner der Kampagne "Gib mir Acht" v.l.n.r. Uwe Bodemann, Stadtbaurat der Landeshauptstadt Hannover,Wolfgang Müller, Abteilung Verkehr, ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt, Dr. Norbert Bonk, stv. Geschäftsbereichsleiter Prävention des Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes Hannover (GUVH) und der Landesunfallkasse Niedersachsen (LUKN), Herr Fritz Henze, Vorstandsvorsitzender der Verkehrswacht Hannover Stadt e.V., Nils Weber, Verkehrsdezernent der Polizeidirektion Hannover

Zahlreiche Aktionen der Kooperationspartner standen an insgesamt drei Tagen auf dem Trammplatz vor dem Neuen Rathaus und im Maschpark auf dem Programm.

  

 

Infostand des Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes Hannover und der Landesunfallkasse Niedersachsen mit den Reaktionstests, Koordinations- und Konzentartionsaufgaben und dem Gefahrensimulator Fahrrad, an dem Gefahren im alltäglichen Straßenverkehr simuliert werden konnten.

Von Montag bis Mittwoch konnten rund 1.000 Kinder auf dem Trammplatz vor dem Neuen Rathaus und im Maschpark das richtige Verhalten im Straßenverkehr üben. Der Schwerpunkt der Verkehrserziehung lag in diesem Jahr beim Thema "Radfahre"n und "Toter Winkel". Zwei Simulatoren halfen beim Trainieren des richtigen Verhaltens auf zwei Rädern. Auf zwei Fahrradparcours konnten Geschicklichkeit und Koordinationsvermögen auf dem Fahrrad geübt werden.

Das Thema "Toter Winkel" wurde theoretisch und praktisch thematisiert. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich in diesem Fall selbst ans Steuer eines stehenden Lkw setzen und im Spiegel sehen, was aufgrund des toten Winkels für den Fahrer nicht zu erkennen ist. "Immer wieder verunfallen Schülerinnen und Schüler, weil sie sich während des Abbiegevorganges eines LKW's im toten Winkel befanden. Die Zahlen sind alarmierend: Zwischen 600 und 700 Abbiegeunfälle wurden bundesweit 2018 registriert, rund 40 davon tödlich. Auf der rechten „Beifahrerseite" ist der tote Winkel von Lastern besonders groß und die Unfallgefahr enorm" so Dr. Norbert Bonk, stv. Geschäftsbereichsleiter Prävention des GUVH und der LUKN.

Zudem wurde mit der ADAC-Aktion "Achtung Auto" aufgezeigt, welche Gefahren es für Fußgängerinnen und -gänger gibt, wie lang Bremswege für Autos sind und was es heißt, Geschwindigkeiten einzuschätzen.

„Wir sind froh, dass die Kampagne ins Leben gerufen wurde und fester Bestandteil der Präventionsarbeit ist. Wie auch in den vorangegangenen Jahren versuchen wir im Rahmen der Woche der Verkehrssicherheit die Schülerinnen und Schüler besonders für die Gefahrensituationen mit dem Fahrrad zu sensibilisieren und Ihnen konkrete Tipps und Verhaltensweisen mit auf dem Weg zu geben. Denn der Anteil aller Schulwegeunfälle mit dem Fahrrad lag im Jahr 2018 bei 47%, so Dr. Bonk.

GUVH und LUKN empfehlen den Kindern erst nach Ablegen der Fahrradprüfung in der dritten Klasse allein mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren. Grundschüler sind im Straßenverkehr oft überfordert. Viele Verkehrsregeln sind ihnen nicht vertraut. Zudem fordert die Anstrengung, auf dem Sattel zu bleiben ihre ganze Konzentration. Erst mit 14 Jahren sind Kinder rundum sichere Verkehrsteilnehmer.

Fotos: © GUVH