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Schulungen im Betrieb: Arbeitsschutz lebendig vermitteln

17. Januar 2024

©Ralph Sondermann

Maschinen prüfen, Schutzkleidung anlegen, mit Gefahrstoffen umgehen: Wie Beschäftigte dies richtig machen, erklären Führungskräfte meist in Form eines Kurzvortrags im Rahmen einer Unterweisung. Letztere ist zu bestimmten Themen vorgeschrieben. Schulungen sind dagegen optionale Angebote und können Unterweisungen flankieren. Sie eignen sich hervorragend, um Arbeitsschutzwissen in der Belegschaft nachhaltig und wirksam zu festigen. Insbesondere dann, wenn Beschäftigte selbst aktiv werden und wichtige Verhaltensweisen praktisch üben. 

Praxisnähe und Humor
Damit Unternehmen ihre Arbeitsschutzthemen anschaulich vermitteln können, müssen gute Ideen her. Einige Anregungen enthält die neue Ausgabe von Arbeit & Gesundheit. Unter anderem liefert das Unternehmen Ursa-Chemie Tipps und Beispiele für Wissensvermittlung, die alle Beschäftigten mitnehmen.  
Ein wichtiges Element sind Aha-Momente in Schulungen. Um diese zu erreichen, setzt Ursa-Chemie auf Spiele und Showeinlagen. Zum Beispiel müssen Beschäftigte erfühlen, welche Fremdkörper bereits in einer Produktionsmaschine gefunden wurden. Was Schwefelsäure anrichten kann, demonstrieren Schulungsleiter an einem Stück Wurst. Das sorgt für Lacher und Staunen – und veranschaulicht abstrakte Gefährdungen.

Qualifizierung der Dozierenden 
Bei Ursa-Chemie ist auch die Geschäftsführung in das Thema Schulungen eingebunden. Das kommt gut an und schafft Nähe zur Belegschaft. Ralf Lieb, Aufsichtsperson bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI), empfiehlt zudem: „Dozierende können sich durch Seminare der zuständigen Berufsgenossenschaft qualifizieren lassen. Das ist keine Pflicht, verbessert aber oft die Qualität der Wissensvermittlung.“
Viele weitere Impulse für lebendige Schulungen enthält der Schwerpunkt von Arbeit & Gesundheit 1/2024.