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Zum Hitzeaktionstag: Beschäftigte vor Hitzeerschöpfung schützen

8. Juni 2026

Wassertrinkende Frau im Sommer ©Ivan Kruk - stock.adobe.com

Der Klimawandel sorgt für mehr heiße Tage – und stellt Beschäftigte und Betriebe zunehmend vor Herausforderungen. Sowohl bei Arbeiten im Freien als auch in Innenräumen kann es zu einer Hitzeerschöpfung kommen, die unbehandelt im Extremfall in einen Hitzeschlag münden kann. Umso wichtiger ist es, typische Warnsignale frühzeitig zu erkennen und richtig zu reagieren. Welche Symptome auf eine Hitzeerschöpfung hindeuten und welche Sofortmaßnahmen helfen, macht ein Aushang der neuen Ausgabe von Arbeit & Gesundheit zum bundesweiten Hitzeaktionstag am 11. Juni deutlich.

Auf Symptome achten 

Sowohl die Betroffenen selbst als auch Kolleginnen und Kollegen können Anzeichen einer Hitzeerschöpfung gut erkennen, wenn sie wissen, worauf sie achten müssen. Beispielsweise können eine feucht-kalte, blasse Haut und ein hoher Puls auf Hitzeerschöpfung hindeuten.
 
Auch Muskelkrämpfe sowie plötzlich auftretende Kopf- oder Nackenschmerzen können auftreten. Schwäche und Schwindel können in schweren Fällen bis zur Bewusstlosigkeit führen. Betroffene klagen nicht selten über Übelkeit und Brechreiz. „Werden nicht rechtzeitig Maßnahmen ergriffen, kann es zu einem sogenannten Hitzeschlag kommen“, erklärt Dr. Alexandra Beine aus dem Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der DGUV (IPA). Dieser kann Organ- und Hirnschäden zur Folge haben, die lebensgefährlich werden können.

Sofortmaßnahmen einleiten

Solange die Person bei Bewusstsein ist, sollte sie mit leicht erhöhtem Kopf und erhöhten Beinen in kühler Umgebung liegen. Feuchte, kühlende Tücher und eine rasche Flüssigkeitszufuhr können dazu beitragen, den Kreislauf zu stabilisieren. Empfehlenswert sind salz- oder elektrolythaltige Getränke in Zimmertemperatur. Im Akutfall, zum Beispiel Bewusstseinsverlust, ist die stabile Seitenlage angeraten und der Rettungsdienst (112) zu rufen. „Im Zweifel lieber einmal mehr als einmal zu wenig“, so Dr. Beine.

Es hilft, Präventionsmaßnahmen in den Betriebsalltag zu integrieren, um Hitzeerschöpfung vorzubeugen. Dazu gehören beispielsweise möglichst kühle Arbeitsräume, regelmäßige Trinkpausen in festen Intervallen oder mithilfe einer Trink-App und – bei Tätigkeiten im Freien – ein wirksamer Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung.

Mit diesem und weiteren Themen befasst sich die neue Ausgabe von Arbeit & Gesundheit.