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Schulwegtipps zum Schulanfang

7. August 2026

©U.J.Alexander - stock.adobe.com

Bewegung an frischer Luft stärkt Konzentration und räumliches Denken.

Eltern, die ihre Kinder morgens mit dem Auto zur Schule bringen, tun ihrem Nachwuchs damit keinen Gefallen. Im „Eltern-Taxi“ lernen die Kinder kaum, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen. Besser ist es, die Kinder zu Fuß gehen zu lassen. Darauf weisen der Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover (GUVH) und die Landesunfallkasse Niedersachsen (LUKN) hin. Anlass ist der Schulbeginn in Niedersachsen.

Kinder, die an der frischen Luft zur Schule gehen, erleben ihre Umwelt aktiv. Sie lernen auch, selbst Verantwortung im Straßenverkehr zu übernehmen. Schritt für Schritt gehen sie sicher in Richtung Selbständigkeit. Bei Wind und Wetter tun sie dabei automatisch auch noch etwas für ihre Abwehrkräfte und gegen Haltungsschäden und Übergewicht. 

Das alles bietet das enge Auto nicht: Es gibt kaum Bewegungsfähigkeit, die Kinder werden bequem und dazu verleitet, sich nicht anzustrengen. „Es hat sich gezeigt“, sagt Martina Willenborg, Geschäftsbereichsleiterin Prävention des GUVH und der LUKN, „dass Kinder, die zur Schule gehen, besser in räumlichen Zusammenhängen denken können, als wenn sie gefahren werden. Im Mathe-Unterricht ist dies ein Vorteil.“ 

Apropos Schule: Kinder, die ihre Erlebnisse schon auf dem Schulweg mit ihren Freun-den austauschen, sind eher bereit für den Unterrichtsstoff. Sie lernen deshalb oft ruhiger und konzentrierter als Kinder, die ihre Kumpel erst in der Klasse treffen und sich erst einmal „ausquatschen“ müssen.

Tipps für einen sicheren Schulweg. Worauf sollten Erstklässler auf ihrem Weg zur Schule achten?

GUVH und LUKN empfehlen vor allem den Eltern, den Schulweg mit ihren Kindern vorher zu trainieren, Gefahrenpunkte zu besprechen und notfalls längere Wege aber dafür sichere Wege zu wählen.

  • Nehmen Sie Ihre Kinder an die Hand und gehen Sie bereits vor der Einschulung mehrmals mit ihnen gemeinsam den Schulweg.
  • Üben Sie mit ihnen, wie und wo sie am sichersten die Straße überqueren.
  • An der Bordsteinkante immer anhalten, den Knopf an der Fußgängerampel drücken oder bei grüner Ampel trotzdem schauen, ob noch ein Auto abbiegt - Zeigen Sie Ihren Kindern die Gefahren im Straßenverkehr in konkreten Situa-tionen.
  • Geben Sie Ihren Kindern genügend Zeit für den Schulweg. Kinder, die unter Zeitdruck stehen, sind unaufmerksam und reagieren unvorsichtig.
  • Lassen Sie Ihre Kinder helle Kleidung und einen Schulranzen mit reflektierenden Flächen tragen.
  • In vielen Schulen hängen Schulwegepläne aus - informieren Sie sich über den sichersten Weg zur Schule.
  • Sichern Sie Ihre Kinder immer im Auto – auch auf kurzen Strecken.
  • Lassen Sie Ihr Kind erst nach Abschluss der Fahrradprüfung in der dritten oder vierten Klasse mit dem Fahrrad fahren und auch nur dann, wenn es sicher mit dem Fahrrad umgehen kann und die Verkehrsregeln kennt. Kinder sind in der Regel erst mit 14 Jahren sichere Radfahrer.
  • Achten Sie beim Fahrradfahren in Begleitung auf den Schutz des Kopfes. Immer einen Helm tragen.
  • Verzichten Sie zum Wohl Ihres Kindes auf das Elterntaxi. Im Auto haben die Kinder keine Bewegung. Hinzu kommen häufig Stress durch Radio und Stillsitzen sowie Unfallrisiken beim Ein- und Aussteigen im Verkehr vor der Schule.
  • Bei einer zu langen Wegstrecke könnten Eltern die Kinder auch an einer geeigneten Stelle 500 Meter von der Schule entfernt absetzen. Kinder, die an der frischen Luft zur Schule gehen, erleben nicht nur aktiv ihre Umwelt. Sie lernen auch, selbst Verantwortung im Straßenverkehr zu übernehmen. Schritt für Schritt gehen sie in Richtung Selbständigkeit.
  • Lassen Sie ihr Kind immer nur zur Beifahrerseite aussteigen.

Weitere interessante Informationen zum Schulanfang und zur Zurücklegung des Schulweges erhalten Sie beim Besuch des Schulanfangsfestes am 16.08.2026 im Maschpark oder auf der Internetseite http://www.guvh.de

Schulweg und Schulbesuch gut versichert

Informationen für Eltern zum Schulanfang