Allgemeine Hinweise zum Beitragseinzugsverfahren


Die Mittel für die Ausgaben der Unfallversicherungsträger werden durch die Beiträge der Unternehmer aufgebracht, wobei der Finanzbedarf nach einem festgestellten Verteilungsmaßstab auf die beitragspflichtigen Unternehmer umzulegen ist. Entsprechend dieser gesetzlichen Vorgabe sind bei unserem Verband Umlagegruppen geschaffen worden.

Die Schaffung bestimmter Unlagegruppen und die Zuordnung der Mitglieder zu diesen Gruppen soll dem Prinzip des gemeinschaftlichen Risikoausgleichs Rechnung tragen. Mithin soll jede Gruppe die ihr zuzurechnenden Aufwendungen selbst tragen.

Berechnungsgrundlagen (Allgemeine Unfallversicherung)

Bei den Unternehmen, Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts werden die Aufwendungen nach der Zahl der versicherten Beschäftigten im Jahr vor der Beitragserhebung umgelegt.

Bei der Angabe der Zahl der Beschäftigten zur Errechnung der Beiträge ist die Gesamtzahl aller im Jahr vor der Beitragserhebung beschäftigten Personen anzugeben.

Versicherte, die dem Unternehmen nicht das ganze Jahr angehört haben oder nur teilzeit- oder zeitbeschäftigt waren, werden entsprechend der Arbeitszeit bzw. der Dauer des Beschäftigungsverhältnisses nach dem jeweils gültigen Vollarbeiterrichtwert auf ganzjährig Beschäftigte umgerechnet. Die Zahl der Versicherten ist auf volle Personen aufzurunden.

Wir erheben einen Mindestbeitrag, auch wenn in Ihrem Unternehmen keine versicherten Personen beschäftigt waren oder Ihr Unternehmen nur für ein Teil des Jahres Mitglied beim GUV Hannover war. Er dient der anteiligen Deckung unserer Verwaltungskosten.

 

 

Anzahl der Versicherten

Zum Ende eines Jahres hin erhalten Sie von uns eine Anfrage hinsichtlich der Zahl der Beschäftigten zur Errechnung der Beiträge. Auf diesem Meldebogen ist die Gesamtzahl aller beschäftigten Personen anzugeben.

Teilzeit- und Zeitbeschäftigte sind mit den jährlichen Stunden unbedingt anzugeben.

Hierzu zählen insbesondere:

  • alle Mitarbeiter, die aufgrund eines Arbeits-, Dienst- oder Lehrvertrages beschäftigt sind oder waren, ohne Rücksicht darauf, ob die Beschäftigung haupt- oder nebenberuflich, vorübergehend oder stundenweise erfolgt,
  • Aushilfen,
  • ABM-Kräfte, die im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen tätig werden und mit dem Unternehmen in einem Beschäftigungsverhältnis stehen,
  • kurzfristig oder geringfügig Beschäftigte,
  • Praktikanten,
  • Helfer(innen), die eine Maßnahme im Rahmen des „freiwilligen sozialen Jahres“ oder „freiwilligen ökologischen Jahres“ ableisten.

Zahlungsfrist

Die Fälligkeit der Beiträge ist gesetzlich vorgeschrieben. Geschuldete Beiträge zur Unfallversicherung werden am 15. des Monats fällig, der dem Monat folgt, in dem der Beitragsbescheid dem Zahlungspflichtigen bekannt gegeben worden ist.

Für Beiträge und Beitragsvorschüsse, die der Zahlungspflichtige nicht bis zum Ablauf des Fälligkeitstages gezahlt hat, ist für jeden angefangenen Monat der Säumnis ein Säumniszuschlag von 1 v. H. des rückständigen, auf 50,- Euro nach unten abgerundeten Betrages zu zahlen (§ 24 Abs. 1 SGB IV).

Die Säumniszuschläge werden ab dem ersten Tag nach Fälligkeit berechnet. Als Tag der Zahlung gilt somit der Tag der Wertstellung beim GUV Hannover. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang die Banklaufzeiten der Zahlungen. Eine Überschreitung der Zahlungsfrist kann durch eine vorgegebene Valutierung auf dem Überweisungsträger vermieden werden.